Lilien

Die Lilie, ein Zwiebelgewächs, besitzt einen aufrechten Stängel mit lanzettenartigen Blättern, die kaum gestielt sind. Man unterscheidet bei dieser Blume drei Blütenformen: Trompetenförmige, schalenförmige und Türkenbund-Lilien.

Lilien - Bild-Quelle: Wikipedia.orgBei der letzten Form beugen sich die Blütenblätter nach hinten und vereinen sich mit den Blütenspitzen am Stängel. Zwar gibt es bei den Lilien auch die fast geschlossene Blütenform, diese sind jedoch eine Ausnahme. Die Blume hat insgesamt sechs Blütenblätter, die immer paarweise gleich geformt sind. Dabei sind diese häufig auffällig und mehrfach gefärbt. Allerdings gibt es auch einfarbige Lilienpflanzen – wie zum Beispiel die Madonnen-Lilie. Neben den Blütenkelchen besitzt die Pflanze zudem noch sechs Staubblätter, drei verwachsene Fruchtblätter und einen oberständigen Fruchtknoten.
In der Regel wachsen Lilien nur auf der Nordhalbkugel, dafür auf allen dort angesiedelten Kontinenten. Ein Großteil der Arten ist in Asien angesiedelt, der Rest verteilt sich auf Nordamerika und Europa. Der Ursprung der Lilie wird im Himalaja-Gebiet vermutet. In der Natur suchen sich die Lilien fast immer einen feuchten und kühlen Schattenplatz aus, wobei der Boden die Feuchtigkeit nicht stauen darf. Gezüchtet wird die Pflanze heute vor Allem in den USA, England und den Niederlanden, aber auch in Japan gibt es eine gut gehende Lilien-Industrie. Die Vermehrung findet über die Pollenbestäubung statt, jedoch kann die Lilie sich nicht selbst bestäuben. Die Lilie ist mit eine der am längsten von Menschenhand kultivierten Blumen, die bereits die Minoer auf Kreta als solche kannten – man geht davon aus, dass es sich dabei damals um die Madonnen-Lilie handelte.

Die Lilienzucht im heutigen Sinne gibt es erst seit etwa 80 Jahren, mit der Gründung der „Oregon Bulb Farm“ durch Jan de Graafs. Zuvor wurde nur die Oster-Lilie – ca. seit dem 19. Jahrhundert – als kultivierte Zucht- und Schnittblume im Handel geführt, welche ursprünglich aus Japan kam, heute aber auch in den USA und den Niederlanden gezüchtet wird.

Als Blume der Schönheit wurde sie ursprünglich bezeichnet und im antiken Griechenland stand sie symbolisch für Reinheit und Schönheit, aber ebenso für den Tod – weshalb sie auch heute noch gerne als Grabblume genutzt wird. Es heißt, dass Hera, die Gattin des Göttervater Zeus, die Blume erschaffen hat um Aphrodite, die Göttin der Schönheit herauszufordern und zu ärgern, was ihr auch gelang. Auch wurde die Pflanze bereits bei den Griechen als Heilpflanze verwendet, die bis zum heutigen Tag in der Volksmedizin für die Heilung von geschädigtem Gewebe Verwendung findet.

Lilien sollte man vor dem in die Vase stellen noch ein Mal anschneiden und alle Blätter, die in das Wasser reichen können entfernen, damit diese nicht verfaulen. Das Wasser sollte dabei nicht ganz kalt und möglichst kalkfrei sein. Verblühen einzelne Blüten, sollte man diese entfernen, damit die restlichen Blüten sich noch weiter entfalten können. Die Blumen sollten kühl und in leichtem Schatten stehen, da sie so, ihrer natürlichen Umgebung ähnlich, lange haltbar sind.

Bild-Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lilien (Benutzer: Denis Barthel)

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